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Deutsche EPP-Gruppe besichtigt Schlachthof der VION Zeven AG

Am 05.12.2006 haben Mitglieder der deutschen Gruppe der European Pig Producers (EPP) den Schlachthof der VION Zeven AG besichtigt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Heinz Schweer führte gemeinsam mit Herrn Hink und Frau Schoof die Gruppe durch den kompletten Schlachtbetrieb, angefangen von der Zerlegung und dem Kühlbereich über den Schlachtbereich bis hin zur Wartehalle für die angelieferten Schweine.

Der Schlachthof wurde 1972 als reiner Versandschlachthof errichtet und schlachtet derzeit ca. 22.000 Schweine pro Woche. Diese Kapazität wird zur Zeit durch Umbau und Erweiterungsmaßnahmen, wie zum Beispiel das vor zwei Wochen in Betrieb genommene neue Kühlhaus, weiter aufgestockt. Als nächster Wachstumsschritt ist ein Ausbau des Zerlegebereichs vorgesehen.

Im Anschluss an die Besichtigung referierte Dr. Schweer zum Thema „Perspektiven der Schweinehaltung und Schweinevermarktung in Deutschland – Wie kann man im europäischen Markt bestehen?“. Dabei stellte Dr. Schweer zunächst die VION Zeven AG vor, zu der die Schlachtbetriebe in Lingen und Zeven sowie die Premium-Fleischerei in Thuine gehören. Aktionäre sind die VION Food Hamburg, einige Kommunen sowie Landwirte und Erzeugergemeinschaften.

Dr. Schweer betonte, dass neben der Fleischvermarktung als SB-Ware bei Discountern und anderen Vertriebsschienen des Lebensmitteleinzelhandels auch die gut geführten Bedienungstheken mit gut geschultem Personal eine Zukunft haben werden. Im laufenden Jahr stagniere bereits der Absatzanteil von SB-Frischfleisch ebenso wie der Fleischverkauf bei den Discountern.

Problematisch ist nach Aussage von Dr. Schweer die zu geringe Abstimmung zwischen der Landwirtschaft und der Fleischwirtschaft. Zukünftig müsse man stärker auf langfristige Partnerschaften setzen und dabei beispielsweise auch die Zuchtplanung in die vertikalen Wertschöpfungsketten einbeziehen.

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung der deutschen EPP-Gruppe wurde ein positives Resümee der Präsenz am gemeinsamen Messestand von ISN und EPP auf der diesjährigen EuroTier in Hannover gezogen. Es konnten 7 neue Mitglieder geworben werden, so dass die deutsche EPP-Gruppe jetzt mehr als 100 Mitglieder umfasst. Außerdem wurde auf die Aktivitäten wie der Besuch der Agromek in Dänemark im Januar sowie der EPP-Congress in Belgien hingewiesen.

EPP-Praktikantenaustausch

Unser EPP-Committee hat sich darauf verständigt, junge angehende Schweinehalter zu fördern und zu unterstützen, um neue Interessenten für unserer internationales Netzwerk zu gewinnen. In diesem Zusammenhang erhält die Vermittlung von internationalen Praktikanten an interessante EPP-Mitgliedsbetriebe  einen wichtigen Stellenwert.

Inzwischen konnte dank der Unterstützung der German branch ein junger französischer Student für einen Zeitraum von fünf Wochen Einblick in einen zukunftsorientierten westfälischen Schweinehaltungsbetrieb gewinnen. Adrien de Thoré, 20 Jahre alt, Student an der ESA in Angers, hat im Betrieb von Markus Jeiler, Dülmen, insbesondere seine Kenntnisse der deutschen Sprache verbessern können. Bei dieser Gelegenheit hat Adrien eine Unternehmerfamilie kennen gelernt, die derzeit mit dem Aufbau  einer Sauenherde von etwa 600 Tieren, den konsequenten Schritt zum „geschlossenen System“ vollzogen hat. Insbesondere in den Bereichen Fütterung und Management konnte unser EPP-Praktikant von Markus Jeiler viele interessante Aspekte vermittelt bekommen, die er auf dem elterlichen Betrieb zuhause in der Bretagne sicher verwerten wird.

Gerade in diesen persönlichen Erfahrungen liegt die Chance vom EPP-Praktikantenaustausch für alle Beteiligten. Die entstandenen Kontakte werden häufig zu internationalen Freundschaften und somit zur Basis unserer EPP-Netzwerkidee.

Wir freuen uns auf jeden Interessenten, den wir bei der Suche nach einem Praktikumsbetrieb unterstützen dürfen. Allerdings beschränkt sich unser Service einzig auf die Kontaktvermittlung. Für Organisatorisches wie z.B. die Sorge für ausreichenden Versicherungsschutz usw. ist jeder eigenverantwortlich zuständig.